SERP-Overlap besser verstehen - ein paar Beispiele

Wer Texte produziert sollte den Prozess so schlank wie notwendig halten. Eine Fragestellung, die in dem Zusammenhang oftmals vernachläsigt wird.

Lohnt es sich überhaupt für ein Thema oder eine Keyword eine eigenständige Seite zu entwickeln? Oder ist es vielleicht zielführender, wenn man bereits vorhandene Inhalte sinnvoll ergänzt und durch diese Maßnahme weitere Sichtbarkeit augbaut?

Der SERP Overlap Score ist eine Metrik, um herauszufinden, ob und in welchem Umfang Überschneidungen zu zwei unterschiedlichen Keywords in den SERPs (Search Engine Result Pages) bei Google vorhanden sind bzw. ob es eben lohnenswert ist, eine eigenständige Seite zu erstellen oder eine bereits vorhandene Seite (URL) sinnvoll zu ergänzen.

Nicht immer ist das Ergebnis eindeutig. Vielmehr kann es sein, dass die Suchergebnisseiten recht divers ausfallen und Google scheinbar selbst nicht genau weiß, welche URL und welcher Intent der Richtige ist. Schauen wir uns also ein paar konkrete Beispiele an, um ein besseres Verständnis für das Thema zu entwickeln.

Beispiel für einen eindeutigen SERP Overlap

Schauen wir uns nun zwei Beispiele an, wo der SERP Overlap Score eindeutig ist und die Handlungsempfehlung klar ist.

Hoher Overlap deutet auf einen Artikel hin

In unserem ersten Beispiel kommen sieben URLs vor, die bei beiden analysierten Keywords in den Top 10 vorkommen. Das bedeutet wir haben eine hohe Überschneidung und die Annahme ist, dass es nicht lohnenswert ist, einen separaten Artikel aufzubauen. Die beiden Keywords sind komplementär und spielen sich gegenseitig zu.

Würde man die Keywords in verschiedenen Artikel als Fokus-Keyword verwenden, würden sich beide Artikel gegenseitig im Weg stehen und Sichtbarkeit (Kannibalisierungs-Effekt) nehmen.

Serp-Dobermann Familienhund vs. Dobermann Kinderlieb

Tipp

Ist ein hoher Overlap-Score das Ergebnis, solltest du die beiden Keywords eher in dem bereits bestehenden Artikel unterbringen und diesen sinnvoll erweitern. Ein separater Artikel würde in Konkurrenz zu dem aktuellen Artikel ins Rennen gebracht werden. Mögliche Kannibalisierungs-Effekte könnten entstehen und so dem relevanten Artikel wichtige Reichweite nehmen. Am besten ergänze den Artikel mit einem neuen Absatz (neue H2 Überschrift) und führe das Thema so ausführlich wie nötig aus.

Keine Überlappung in den SERPs deutet auf zwei separate Artikel hin

Ebenso eindeutig ist, wenn wir zwei Keywords miteinander vergleichen und kein Overlap in den SERPs vorhanden ist. Das zeigt, dass kein direkter Themenzusammenhang vorliegt und es in dem Fall sinnvoll ist, zwei separate Artikel zu den Keywords zu verfassen.

Serpvergleich Moebelhaus vs.schokoriegel

User, die nach dem Keyword Möbelhaus suchen, wollen eher nichts über einen Schokoriegel lesen und andersrum wollen User, die nach Schokoriegel suchen eher weniger Möbelhäuser in ihrer Nähe sehen. Das sind zwei extreme Beispiele, die sich aber auch bei “vermeintlich” themennahen Begriffen zeigen können. Daher ist der SERP Overlap Score eine hilfreiche Metrik, um besser abwägen zu können, für welche Themen und Keywords Content neu geschrieben werden sollte.

Tipp

Als Tipp in diesem Falle ist ganz klar zu sagen, dass zwei verschiedene Artikel auf unterschiedlichen URLs der richtige Weg für deine Content-Produktion ist. Sollte es bei den Artikeln thematische Überschneidungen geben, auch wenn der SERP Overlap Score abweichende Ergebnisse anzeigt, sollte eine interne Verlinkung jedoch geprüft und geschaut werden, ob der neue Artikel keine weiterführenden Informationen liefert und somit einen Mehrwert für den Nutzer darstellt.

Beispiel für keine eindeutigen SERP Overlap - was tun?

In diesem Beispiel sind die SERPs eher divers ausgespielt von Google. Konkret bedeutet dies, dass kein klarer SERP Overlap zu erkennen ist, weder in die eine Richtung (hohe Überlappung), noch in die andere Richtung (keine Überlappung).

Serp Basketball Trikot vs. Basketballjersey

Tipp

Sind die SERPs divers ausgespielt, sind unbedingt weitere Analysen vorzunehmen. Untersucht die Suchergebnisseiten genauer, insbesondere die ersten drei Suchttreffer. Was lässt sich hier für ein Muster erkennen? Welche Art von Contenttyp scheint gefragt, welche weiteren Content-Formate sind neben dem Text gefragt. Aber auch darüber hinaus solltet ihr weitere Indizien prüfen. So kann es sein, dass informationale auch mit transaktionalen Inhalten kombiniert werden können. Mehr Antworten gibt die individuelle Betrachtung der SERPs.

Es gibt zwei Ziele bei der Content-Produktion

Das erste Ziel ist - effizient und ressourenschonend zu agieren. Die Entwicklung von Text kostet Zeit und somit auch Geld. Das zweite Ziel - bietet eurer Zielgruppe immer nur den besten Inhalt zum Thema und geht mit diesem Anspruch in die Content-Produktion. Eure Zielgruppe wird es euch danken und Google wird mit der Zeit die Qualitätsunterschiede bei eurem Content ebenfalls fesstellen. Auch wenn die Auswirkungen auf das Google Content Helpful Update noch nicht signifikant zu spüren war. Die Leitlinien sind von Google klar definiert und wenn der Nutzer zufrieden ist, wird Google es auch sein.

Wenn ihr mehr über die richtige Content-Produktion erfahren wollt, dann solltet ihr euch die Artikelreihe “10 Schritte zum perfekten Content” durchlesen.

Fazit

Der SERP Overlap Score ist eine sehr gute Metrik, um die Content-Produktion effizienter gestalten zu können. Denn kannibalisieren sich erst einmal die eigenen URLs und nehmen sich gegenseitig Traffic weg, so muss am Inhalt optimiert und möglichst Inhalte zu einem Artikel zusammengeführt werden. Unnötige Arbeit, die von Anfang an zu einem gewissen Grad ausgeschlossen werden kann. Mit dem SERP Overlap Tool kannst du dir schnell und einfach eine Übersicht zu den unterschiedlichen Keywords und Themen anzeigen lassen und deine Content-Produktion wesentlich effizienter umsetzen.